Bilder keiner Ausstellung in Willingshausen – Die Türen zu Martha Frieda Friedels „Die Crux mit dir“ blieben verschlossen
Kassel 26.05.2021 (yb) „Die Crux mit dir“ als Titel ihrer Ausstellung als 51. Stipendiatin in Willingshausen erweist sich geradezu als prophetisch, wenngleich dieser Verlauf mit über zwei Monate hinweg nur verschlossenen Türen der Kunsthalle Willingshausen von der Künstlerin sicherlich nicht vorhergesehen werden konnte.
Der inzwischen allgegenwärtige und 2020 einsetzende Lockdown hatte Martha Frieda Friedel bereits den dreimonatigen Arbeitsaufenthalt als Kernzeit des Willingshäuser KünstlerInnen-Stipendium ziemlich vermasselt und offenes Arbeiten als Fotografin weitgehend verhindert. Unverdrossen hat sie dies gewendet und eine ungewöhnliche Kunstausstellung inszeniert, dominiert von ihrem geradezu riesigen lesbaren Wandbild. Herz tot, Kopf k.o.
Stell dir vor es gab eine Ausstellung, und keine/r durfte reingehen
Wer es nachschaut, findet „Last“, „Kummer“ und „Kreuz“ als sinnverwandte Wörter angegeben. Als Bedeutungen werden „seelischer Schmerz“, „großes Problem“ benannt, dazu „besondere Schwierigkeit einer Sache“. Es geht hier um das Wort „Crux“, das aus der lateinischen Sprache kommt. Nach neun Wochen kommt das Ende von der Last, dem Kummer und dem Kreuz, erweist sich Friedels Angebot kunstinteressierten Menschen Einblick zu gewähren in der Kunsthalle Willingshausen als wahrhaftige und unlösbare Crux. „Stell dir vor es gab eine Ausstellung, und keine/r durfte reingehen“ ließe sich hinterher, schulterzuckend und mit einer Miene des Bedauerns anfügen. „Nomen est omen“.
Fortsetzung folgt.
—>siehe auch „Die Crux mit dir“ in Willingshausen – Besuch und Beistand beim Ausstellungsabbau