Bildarchiv Foto Marburg: Eine Million Kunstbilder zur kostenfreien Nutzung

18.01.2025 (pm/red) Das Deutsche Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte – Bildarchiv Foto Marburg (DDK) macht ab Januar seine umfangreiche Sammlung mit Millionen von Fotografien zur europäischen Kunst und Architektur für die gebührenfreie Nutzung zugänglich.

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Gedenktag für Marburger Sinti: Erinnerung an die Opfer des nationalsozialistischen Massenmords

OB Thomas Spies und Fatima Stieb, Vorstandsmitglied im Verband Deutscher Sinti und Roma, sprachen anlässlich des Gedenktags an die Deportation Marburger Sinti. Foto Dennis Siepmann

31.03.2025 (pm/red) Nur zwei von ihnen überlebten den nationalsozialistischen Massenmord: Vor 82 Jahren wurden 78 Sinti aus Marburg und dem Landkreis in Viehwaggons nach Ausschwitz deportiert. Die Stadt Marburg hat ihnen auch in diesem Jahr wieder gedacht.

„Es ist wichtig, dass wir heute hier zusammengekommen sind, um der Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken. Denn wir dürfen niemals vergessen, was damals geschehen ist.“, sagte Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies während der Gedenkveranstaltung zum 23. März 1943.

An diesem Tag wurden 78 Sinti aus Marburg und Umgebung in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert. Sie waren zwischen zwei Monate und 67 Jahre alt. In dem Konzentrationslager wurden viele von ihnen zum Opfer des nationalsozialistischen Massenmordes.

Auch in diesem Jahr haben neben Vertreterinnen und Vertretern der Stadt Marburg und des Kinder- und Jugendparlaments (KiJuPa) mehrere Menschen den rassistisch verfolgten und ermordeten Marburger Sinti gedacht. Für den Verband Deutscher Sinti und Roma sprach das Vorstandsmitglied Fatima Stieb.

Die Kranzniederlegung fand an der Gedenktafel am ehemaligen Landratsamt in der Barfüßerstraße statt, nachdem Mitglieder des KiJuPa die Namen der deportierten Menschen verlesen haben.

Im Anschluss daran wurde im Marburger „Capitol“-Kino exklusiv der Film „Wesley schwimmt“ gezeigt. Es geht um den 14-jährigen Wesley Höllenreiner. Er ist Sinto. Im Sommer 2024 reiste er auf den Spuren seines Uropas zur Gedenkstätte Auschwitz. Dieser überlebte als Kind den Völkermord an den Sinti und Roma.

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